Diabetes Typ 2: Therapie
Wichtigste Ziele der Therapie bei Diabetes mellitus vom Typ 2 sind u. a. Symptomfreiheit, Vermeidung von Komplikationen wie Koma oder Hypoglykämie (Unterzuckerung), Vermeidung von Folgeerkrankungen (z. B. diabetisches Fußsyndrom
, Bluthochdruck, erektile Dysfunktion etc.) und die Ausschaltung bekannter Risikofaktoren (z. B. nicht ausgewogene Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel), die das Krankheitsbild verschlimmern können.
Mithilfe der therapeutischen Maßnahmen soll u. a. erreicht werden, dass der HbA1c-Wert (Zuckerhämoglobin) unter 6,5 % bleibt. Mithilfe dieses Wertes lassen sich Rückschlüsse auf den Blutzuckerspiegel über einen Zeitraum von ca. acht Wochen ziehen. Außerdem sollte der Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand zwischen 80 und 120 mg/dl liegen.
Nichtmedikamentöse Therapie
Unverzichtbare Grundlage der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 bildet die nichtmedikamentöse Therapie. Dazu gehören insbesondere eine Umstellung der Lebensgewohnheiten (Einschränkung bzw. Einstellung des Alkohol- und Tabakkonsums), eine Änderung der Ernähungsgewohnheiten und ausreichende Bewegung bzw. sportliche Aktivität (unter medizinischer Kontrolle z. B. in einer „Koronarsportgruppe“).
Pharmakotherapie
Gelingt es mit nichtmedikamentösen Mitteln nicht, die Therapieziele (v. a. eine Senkung des HbA1c-Wertes) innerhalb von drei Monaten zu erreichen, stehen weitere, medikamentöse Therapiemöglichkeiten offen. Dazu gehören Wirkstoffe, die die Glukoseneubildung in der Leber hemmen und die Glukoseaufnahme im Fettgewebe und der Skelettmuskulatur steigern (z. B. Metformin) oder Substanzen, die die Insulinsekretion stimulieren (z. B. Sulfonylharnstoffe oder Glinide). Des Weiteren kann das Hormon Insulin direkt verabreicht werden.
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