Diabetes Typ 2: Symptome und Diagnose
Erste Anzeichen eines Diabetes Typ 2 können u. a. gesteigerter Durst (Polydipsie), häufiges Wasserlassen, körperlicher Leistungsabfall, Juckreiz, Muskelkrämpfe und erhöhte Infektanfälligkeit sein. Meist sind jedoch die Symptome bei Diabetes Typ 2 zu Beginn der Erkrankung äußerst unspezifisch oder gar nicht vorhanden. Bei vielen Patienten wird aus diesem Grund die Diagnose „Diabetes Typ 2“ im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolluntersuchung gestellt. Sie sind zum Zeitpunkt der Diagnose in der Regel beschwerdefrei.
Diagnostiziert wird ein Diabetes Typ 2 anhand einer Glukosebestimmung. Die dafür notwendigen Laboruntersuchungen werden anhand qualitätskontrollierter Verfahren durchgeführt und in der Regel durch zwei bis drei Wiederholungen bestätigt (Blutzuckermessgeräte, wie sie zur Selbstkontrolle eingesetzt werden können, sind für die Diagnosestellung nicht geeignet). Ermittelt wird der Glukosewert im nüchternen Zustand, d. h. nach einer Fastenperiode von mindestens acht Stunden. Diabetes liegt bei einer Nüchternglukose von ≥ 126 mg/dl (Plasma, venös) bzw. ≥ 110 mg/dl (Vollblut, kapillar) vor.
Ergänzt werden kann die Ermittlung der Nüchternglukose durch den sog. oralen Glukosetoleranztest (OGTT). Er dient in der Regel bei einem abnormalen Wert für die Nüchternglukose (Wert zwischen 100 und 125 mg/dl) zum Ausschluss eines Diabetes mellitus oder einer gestörten Glukosetoleranz. Bei Patienten mit manifestem Diabetes wird dieser Test nicht durchgeführt.
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