Diabetes Typ 2

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel einhergeht. Unterschieden werden beim Diabetes mellitus folgende Formen:

1. Typ 1-Diabetes
Beim Typ 1-Diabetes führt ein zunehmender bis absoluter Insulinmangel zur Erhöhung des Glukosegehalts im Blut. Dieser Mangel beruht in den meisten Fällen auf einer Fehlsteuerung der körpereigenen Abwehr, die sich gegen die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse richtet und sie zerstört.

2. Typ 2-Diabetes
Bei dieser Form des Diabetes produziert der Körper zwar Insulin, das Hormon kann jedoch seine Funktion nicht wahrnehmen oder es wird nicht in ausreichender Menge bzw. verspätet ins Blut abgegeben. Diese Insulinresistenz bzw. dieser Insulinsekretionsdefekt hat einen relativen Insulinmangel zur Folge, der zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt.

3. andere spezifische Diabetestypen
In dieser Gruppe werden Formen des Diabetes zusammengefasst, die auf Erkrankungen, Gendefekte, Medikamenteneinwirkung oder Infektionen zurückzuführen sind (z. B. Pankreatitis, Rabson-Mendenhall-Syndrom, Steroid-Einnahme oder kongenitale Röteln).

4. Schwangerschaftsdiabetes
Eine Form des Diabetes, die zum ersten Mal während der Schwangerschaft auftritt bzw. diagnostiziert wird (sog. Gestationsdiabetes).

Die Zahl der Menschen in Deutschland, bei denen eine Form des Diabetes diagnostiziert wurde, wird vom Deutschen Diabetes-Zentrum DDZ in Düsseldorf derzeit auf ca. fünf Millionen geschätzt. Die Mehrzahl der Diabetiker in Deutschland gehört dem Typ 2 an (ca. 90 %). Der Typ 2-Diabetes wird auch heute noch gelegentlich als „Altersdiabetes“ bezeichnet, da die Betroffenen früher fast ausschließlich in einem höheren Lebensalter erkrankten. Der Trend geht heute dahin, dass immer häufiger auch Kinder und Jugendliche (v. a. jene mit Übergewicht) unter Typ 2-Diabetes leiden.

Links:

Weitere nützliche Informationen für Diabetiker finden Sie unter www.diabetes-informationszentrum.de

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